C - wie Charité

Charité Universitätsklinik

Charité bedeutet Barmherzigkeit oder Nächstenliebe. Ein schöner Name für die traditionsreiche Berliner Klinik. Am 13. Mai 1710 wurde die Krankenanstalt durch König Friedrich I. gegründet. Ursprünglich wurde das Haus als Pesthaus errichtet. Da die Pest Berlin und die Umgebung weitestgehend verschonte, wurde die Anstalt nach und nach zum Krankenhaus umgewandelt und im Jahr 1727 durch Friedrich Wilhelm I., besser bekannt als der Soldatenkönig, in Charité umbenannt. Mit der Gründung der Berliner Universität (heute Humboldt Universität) 1810 wurden sämtliche Leiter an den Charité-Kliniken und -Instituten zu Universitätsprofessoren berufen. An der Charité lehrten und wirkten zahlreiche herausragende Ärzte und Wissenschaftler wie Rudolf Virchow, Robert Koch, Paul Ehrlich und Ferdinand Sauerbruch und verschafften der Klinik auch international einen guten Ruf. 

Die Charité ist die älteste medizinische Bildungsanstalt Deutschlands und zählt heute zu den größten Universitätskliniken Europas. 

Besonders sehenswert ist das Berliner Medizinhistorische Museum (BMM) mit einer der weltweit größten pathologisch-anatomischen Sammlungen. Aktuell ist das Museum bis voraussichtlich Mitte 2022 wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Café Bauer

Im Jahr 1877 eröffnete Mattias Bauer sein Wiener Café Friedrichstraße Ecke Unter den Linden und brachte somit etwas Wiener Flair in die Großstadt. Die Ecke war bekannt als das "Kaffee-Triangel". Zur Triangel gehörten das Café Victoria, das Café Kranzler und das Café Bauer. Man konnte von einem zum anderen schlendern und sogar im Freien Kaffee und Kuchen genießen. Das Café Kranzler, auch bekannt als "Rampe", war das erste Café, das draußen auf dem Bürgersteig Kaffee und Gebäck servierte. Das war neu und galt eigentlich als unfein. Es schickte sich nicht in der Öffentlichkeit, im Freien zu speisen und sich dabei von Passanten zusehen zu lassen. Doch die Zeit dafür war reif und die Plätze auf der "Rampe" heiß begehrt.

Doch zurück zum Café Bauer, das berühmt wurde durch die Versuchsanlage, das Café mit elektrischem Licht auszustatten. Diese Neuerung gab es im Jahr 1883 und die Berliner waren begeistert. Was für eine Revolution! Der Berliner konnte nun auch zu später Stunde die Tageszeitungen lesen, wovon es zeitweise um die 800 Stück täglich gab. Revolutionär war im Café Bauer auch die Einführung des Damenzimmers. Die feinen Damen hatten nun auch die Möglichkeit, ohne Begleitung ins Kaffee Haus zu gehen und ihre eleganten, hoch getürmten Hüte zur Schau tragen. Das Haus wurde im zweiten Weltkrieg zerstört und später die Überreste abgetragen. Heute ist an dieser Stelle der Lindencorso zu sehen.